Mut ist eine Reaktion, die auf Angst folgt

Morgen ist eine Woche seit unserem „Die AfD hat uns gefragt…“ -Posting vergangen.

Unserem Beitrag, in dem wir öffentlich gemacht haben, nicht mit der AfD zusammenarbeiten zu wollen (hier  geht’s zum LinkedIn Beitrag).

 

In dem Bewusstsein, dass es polarisiert, sind wir davon ausgegangen, dass es für Gesprächsstoff sorgt und dass es Fürsprecher sowie Ablehner unserer Einstellung zur Sache geben wird.

Demokratie lebt von Meinung.

In unserem Posting wird die AfD nicht denunziert. Wir haben unsere Realität beschrieben, die nicht zu dem Bild passt, welches die AfD in unseren Köpfen in der Vergangenheit erzeugt hat. Nicht mehr, nicht weniger.

Ich bin Unternehmer und kein Politiker und dennoch hat jeder Mensch eine Verantwortung für die Gesellschaft, in der er lebt.

Seine innere Stimme für Geld zu belügen, ist wohl die schlimmste Form des Kapitalismus. Das kommt nicht infrage.

Ein paar Tage später hat dieser Post mehr als 500.000 Menschen erreicht. Wow. Danke!

Das kann man nicht planen und es steckt kein einziger Cent Werbebudget hinter diesen Zahlen. Die Relevanz des Themas war entscheidend.

Ein Punkt hat mich allerdings bei der ganzen Sache sehr schockiert und auf den möchte ich hinweisen:

In den Kommentaren fiel oft das Wort „Mut“ und Menschen bedankten sich für unseren Mut. 

Mut? Warum denn Mut? Weil wir unsere Meinung sagen? Weil wir einen potenziellen Kunden ablehnen?

 

Das Problem ist, dass Mut immer eine Reaktion auf Angst ist.

Genau diese Angst spiegelte sich in den vielen Nachrichten, die earnesto und ich persönlich auf das Posting bekommen haben, wieder. 

So richtig klar, wovor wir hier eigentlich Angst haben müssen, wurde nie ausgedrückt.

Das ist aber auch nicht nötig. Offensichtlich herrscht in vielen Herzen Angst, wenn es um das Thema Meinung geht. Das ist äußerst schlecht!

Offensichtlich fühlen sich Menschen eingeschüchtert.

Spätestens als die erste „1-Stern-Google Bewertung“ als Reaktion auf unser Posting eintrudelte, wusste ich, dass ein Gefühl niemals aus dem nichts kommt.

Für mich eine Bestätigung mehr, seine Meinung zu sagen.

Wenn wir das nicht tun, hat eine Demokratie keinen Sinn.

 

Schmück dich mit meinen Federn, ich wäre dir dankbar.

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Johst Klems ist Geschäftsführer der earnesto GmbH in Düsseldorf, die sich als Unternehmensberater für die Zukunft der Kommunikation versteht und macht dabei mehr als Social Media, PR oder Influencermarketing.