I’m addicted to you, don’t you know who’s on TikTok?

Impuls: Nur ein Gedanke. Ein bisschen Input. Etwas, was du weiter denken kannst, was du feiern kannst, was du für dich für Quatsch erklären kannst. Hauptsache es passiert was in dir, mit dir!

„Alle sind jetzt auf Tik Tok, es nervt mich so.“

„Voll nervig diese ganze Tanzscheiße.“

„Da macht doch jeder dasselbe, was soll das?“

„Warum posten die ihr TikTok Scheiß auf Insta?“

„Voll sinnlos diese TikTok Nummer“.

 

Das alles sind Zitate aus einer Woche.

Eher aus dem privaten Umfeld, eher von Menschen, die Social Media aus Nutzersicht wahrnehmen.

Bedenkt man, dass ich momentan wenig herumkomme, ist das schon eher kritisch.

Höre ich hinein in meine Marketingblase, habe ich das Gefühl, dass TikTok das neue „Must“ ist.

Folgen dir keine 100k Menschen, ist der Zug bald abgefahren.

„Noch verschenken sie Reichweite“, „noch kannst du den Algorithmus beeinflussen“, tönt es von den Menschen, die „Social Media Experte“ unter ihrem Namen stehen haben. 

Ok. Erste Kunden rufen an. 

„Johst, was sagst du, müssen wir?“

Jedes erfolgreiche Netzwerk hat sein Momentum.

Das ist für mich der Moment, wo es abgeht, wo man merkt „ok, die Leute lieben es“.

Medien berichten, ein Hype entwickelt sich.

Der Moment ist da.

Corona-Rahmenbedingungen begünstigen gerade den Fokus auf TikTok.

Erstes Quartal im Jahr 2020: TikTok bricht die Download-Rekorde.

Die Nutzung stieg innerhalb eines Monats um fast 27 Prozent an. 

Wer mal reingeschaut hat, weiß, dieser Kanal ist anders. Der Kanal hat diesen Suchtfaktor.

Der Daumen wischt Beitrag für Beitrag, Minuten für Minute vergeht.

By the way, 95 Prozent der Nörgler vom Anfang dieses Beitrages haben TikTok selbst nicht ausprobiert.

Es ist wie so oft in der Vergangenheit. 

Erst nörgeln sie, dann folgen sie.

Erst sind Selfies albern, dann postet sie jeder.

Erst kann man sein Privatleben doch nicht öffentlich zeigen und dann ist von Kinderbildern bis Badebildern alles erlaubt. 

So wird es mit TikTok sein. 

Ich bin gespannt, wer sich zukünftig an Lip sync Videos versucht und seine Tanzskills präsentiert.

Heißt das als Marke jetzt, dass man aktiv werden soll?

Ja, absolut. Aber nicht aktionistisch.

Eigener Kanal? Eher noch nicht.

Meine augenblickliche These: Tik Tok entwickelt sich zu einem Influencerkanal.

Was heißt das? 

TikTok lebt von Content, von Menschen.

Menschen, die etwas machen? Tanzen, springen, synchronisieren, herumalbern.

Das ist für Marken oft schwer abzubilden und bedarf sauberer Überlegungen.

Ich halte das auch nicht für direkt nötig. Die Zeit drängt hier nicht.

Um einen Kanal richtig relevant aufzubauen, braucht es gute Ideen, gute Protagonisten und Ausdauer.

Das können sich gerade eher die Big Player leisten. 

Bezahlt aus dem „Funny money Ausprobier Budget Topf“.

Hat es Substanz? Wird sich zeigen.

Fürs Branding gut, wenn es gut läuft.

Zielgruppe?

Eher jung. Muss man ansprechen wollen. Will aber nicht jeder.

Der Aufwand einen relevanten Kanal zu bauen schätze ich derzeit als sehr hoch ein.

Eine Alternative, die kalkulierbarer ist:

Mit TikTok Influencern erste Projekte umsetzen. 

Mit den Protagonisten lernen, die die Plattform schon beherrschen und erste Erfahrung sammeln.

Dieser Weg erscheint mir in 90 Prozent der Fälle als der richtige Weg.

Beobachten, lernen, hinschauen … wertneutral, offen und neugierig.

Die Uhr bei Tik Tok hat noch nicht begonnen zu ticken.

Schlussendlich schlägt eine gute Idee auch einen schärferen Algorithmus.

Nur dabei sein reicht nicht, schließlich haben die meisten Marken auch etwas zu verlieren.

Ihre Glaubwürdigkeit ist dabei nur ein wichtiger Punkt.

Aus gegebenem Anlass: Britney Spears zeigt auf ihrem TikTok-Kanal, wie sie sich den Fuß bricht.  

Schmück dich mit meinen Federn, ich wäre dir dankbar.

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Johst Klems ist Geschäftsführer der earnesto GmbH in Düsseldorf, die sich als Unternehmensberater für die Zukunft der Kommunikation versteht und macht dabei mehr als Social Media, PR oder Influencermarketing.